Nach der Schule zum "Bund" - na klar!?

Früher war das noch (weitgehend) so. Aufgewachsen in Schleswig-Holstein, dem "Flugzeugträger der NATO", gingen die meisten Jungs danach zur Bundeswehr, damals für mindestens 15 Monate. Also ich auch. Da ich familiär vorbelastet war und etwas Geld verdienen wollte, habe ich mich für 2 Jahre verpflichtet und die Reserveoffizierlaufbahn beim Heer eingeschlagen. Die zusätzlichen 9 Monate verbrachte ich fast vollständig mit Lehrgängen in Bayern: Biergärten im Sommer und Skifahren im Winter. Ich kam zur Fernmeldetruppe des Heeres (Territorialheer) nach Flensburg, in die Grenzlandkaserne. Diese war nur 3 km von der dänischen Grenze entfernt und stammte aus dem Jahr 1938. Mittlerweile ist sie leider abgerissen, die Einheit aufgelöst und ich somit militärisch betrachtet heimatlos. Naja, nicht so schlimm, irgendwie reizte mich das Leben außerhalb der Bundeswehr ohnehin viel mehr.