Von der Theorie zur Praxis 
Unternehmensberatung macht Spaß, selber machen macht zufriedener.
Die zur Verfügung stehenden Methoden und Tools, die Verbindung unterschiedlichster Branchenkenntnisse und Erfahrungen zu etwas Neuem, der Vergleich von Wettbewerbern, machen gute Unternehmensberater wertvoll. Doch die vorgeschlagenen Maßnahmen, Kostenschätzungen und Zeitpläne passen nicht immer zur Realität eines operativ tätigen Unternehmens. Das am eigenen Leib zu erfahren, war das Ziel und eine Lehre.
Ausgehend von zwei Freunden, die das Internet nutzen wollten, um Informationsdefizite der Logistikbranche zu überwinden (z.B. ich habe eine Fracht, wer kann und will sie für welchen Preis abholen und zustellen) sowie die Abwicklung von Aufträgen zu vereinfachen, wurde ursprünglich die benelog.com Aktiengesellschaft gegründet. Zunächst ausgestattet mit Risikobereitschaft und PowerPoint Folien, gelang es uns ein Team, Technik und schließlich eine Finanzierung aufzubauen. Zu den ersten Investoren gehörte damals ein etwas überraschendes Unternehmen, die RAG-Umwelt (heute selbständig als Ecosoil), Tochter der "Ruhrkohle" RAG.
Schließlich beteiligten sich Bertelsmann Venture Capital (BV-Capital) sowie DaimlerChrysler mit ihrer Venturetochter an benelog (Info). Mithilfe dieser Finanzausstattung gelang es Niederlassungen in Polen, Frankreich und Großbritanien aufzubauen.
Zum Aufsichtsrat gehörte neben den Investoren auch Wolfgang Monning, ex Vorstand von Schenker und Aufsichtsrat bei Axit.
Die spätere benelog AG betrieb und organisierte mit dem Corporate Exchange Network® (CEN) einen Verbund von Logistik-Marktplätzen. Dieses Netzwerk ermöglichte es Partnerunternehmen im jeweiligen Corporate Design auf Basis modernster Technologie eine eigene Dispositionsplattform anzubieten. Benelog entwickelte und betrieb dabei sowohl technisch (ASP) wie auch operativ die Webangebote seiner Kunden und unterschied sich damit deutlich von anderen "Frachtenbörsen" und "Marktplätzen".
Zu den Kunden gehörten sowohl FleetBoard (Pressemitteilung), Schenker (Pressemitteilung) wie auch Fiege (Pressebericht). Die Partner profitierten von den Skaleneffekten des Verbundes sowie von der gegenseitig eingebrachten Marktliquidität.
Nachdem ich im Herbst 2003 benelog verlassen hatte, übernahm mein damaliger IT-Leiter, Thomas Hirsch, das Ruder. Seit Mitte 2004 wird benelog als GmbH in etwas veränderter Form weitergeführt. Jedoch bietet benelog auch heute noch unter www.benelog.com einen Internet-Marktplatz zur europaweiten Vermittlung und Abwicklung von Einzelfrachten und Rahmenverträgen, insbesondere aus dem Straßengüterverkehrsbereich an.